Winzer
mit
Herz,
Hand und
Leidenschaft
Liebe zum Wein und Leidenschaft für unser Handwerk: Seit nunmehr zehn Generationen ist der Riesling die Lebensgrundlage der Familie Gessinger und das Weingut in Zeltingen an der Mittelmosel im Familienbesitz.
Mit Winzer Alfred Gessinger fließen mehr als 50 Jahre Erfahrung in Weinberg und Weinkeller in die Herstellung unserer Weine. Für ihn und seine Tochter Sarah – selbst Winzerin aus Leidenschaft – ist der Wein weit mehr als Handwerk: Er ist Familiengeschichte, gelebte Begeisterung und die tiefe Verbundenheit zu unserer Heimat an der Mosel. Auf unseren Rebflächen in den Steillagen Zeltinger Sonnenuhr, Zeltinger Schlossberg und Zeltinger Himmelreich bauen wir Riesling und Spätburgunder an. Die meisten unserer Reben gedeihen allerdings auf den kleinen, sehr sonnigen Terrassen der Steilstlage Zeltinger Sonnenuhr.
Zeltingen hat drei Weinlagen, die alle nach Süden ausgerichtet sind. Es ist der längste zusammenhängende Südhang an der Mosel. Unser Weinbergsbesitz verteilt sich ausschließlich auf diese Spitzenlagen.
Zeltinger Sonnenuhr
Diese Lage wurde bereits zur Zeit der franz. Besatzung als eine der wenigen 1er Cru Lagen eingestuft. Auch nach dem preussischen Bewertungsrecht wurde diese Lage mit dem höchsten Steuersatz belegt.
Namensgeber der Lage ist die „Zeltinger Sonnenuhr“ welche 1620 von einem Abt des Klosters Himmerod erbaut wurde. Sie gilt als die größte, älteste und vollständigste Sonnenuhr in den Weinbergen Deutschlands. Und noch eine Besonderheit: Sie kann alle Sonnenstunden anzeigen!
Fels- und Mauerterrassen sowie extreme Schiefersteillagen mit mineralischem Devonschiefergestein prägen die Lage. Der Boden setzt sich aus feinem Devonschiefer ohne Grauwacke zusammen. Er erwärmt sich schnell und speichert die Wärme, so dass auf diesem Boden der Riesling zu seiner unnachahmlichen Größe reift. Die hier erzeugten Weine sind von feinfruchtiger Eleganz und großer Haltbarkeit. In dieser Lage besitzen wir einen der größten Bestände an alten, wurzelechten Rieslingreben welche bereits vor 1900 gepflanzt wurden. Diesen Schatz bewahren wir mit Sorgfalt und Passion.
Zeltinger Schloßberg
Ebenfalls Verwitterungsschiefer, hat tiefgründigeren Boden, ist der Sonnenuhr zugewandten Seite genauso steil, jedoch größtenteils nicht so steil, und ergibt kräftige Weine mit vollem Körper. Das Zeltinger „Schloß“, die Rosenburg befindet sich allerdings in der Sonnenuhr.
Zeltinger Himmelreich
Beginnt mit extremer Steillage und Devonschiefer. Die Weine dieser Parzellen sind den vorgenannten gleichwertig. Der Berg verflacht dann allmählich zur leichten Hanglage, der Schieferanteil geht zurück, und dreht ab der Ortslage Zeltingen von Süden weg. Unsere Weinberge liegen ausschließlich hinter der Zeltinger Ortslage!
Bereits vor mehr als 100 Jahren schlossen wir uns den „Vereinigten Weingutsbesitzern Koblenz“ an, die schon damals für Qualität statt Masse bürgten. Heute gehören wir zur renommierten Weingütervereinigung DER RING Mosel 1899, dessen qualitätsorientierte Philosophie sich in strengen Aufnahmekriterien spiegelt. DER RING Mosel 1899 e.V. vereint 40 Familienweingüter, die sich gemeinsam den Rebsorten Riesling und Spätburgunder, der Pflege der Steillagen und der handwerklichen Arbeit verpflichtet fühlen. Denn nur so entstehen an Mosel, Saar und Ruwer Weinqualitäten, die das einzigartige Schiefergestein zum Ausdruck bringen.
Warum bei uns vieles noch so ist wie vor hundert Jahren
Die alten Reben geben den Takt vor
In der Zeltinger Sonnenuhr stehen Rebstöcke, die schon vor 1900 gepflanzt wurden. Wurzelecht, knorrig, unverwüstlich. Sie haben zwei Weltkriege, unzählige Jahrgänge und fünf Generationen Gessinger erlebt. Wer solche Reben hat, reißt nichts aus. Fällt ein Stock aus, setzen wir einen einzelnen neuen daneben. Ganze Weinberge neu zu pflanzen? Das haben wir seit Jahrzehnten nicht mehr getan, und selbst unsere „jungen“ Anlagen sind heute 40 bis 60 Jahre alt.
Wir lassen den Boden in Ruhe
Seit den 1980er-Jahren pflügen und grubbern wir nicht mehr, und schwere Maschinen kommen uns nicht in den Hang. Zwischen den Reben wächst, was von selbst wächst. Diese Begrünung hält den Schiefer am Steilhang fest, wenn der nächste Starkregen kommt. Und was der Weinberg hergibt, bekommt er zurück: Der Rebschnitt bleibt liegen, der Trester nach dem Pressen wandert wieder zwischen die Zeilen. Gedüngt haben wir seit Jahrzehnten nicht.
Gelesen wird von Hand – anders geht es hier nicht
Bei bis zu 56° Steigung hilft keine Maschine. Jede Traube wird mit der Schere geschnitten, im Eimer gesammelt und per Seilwinde nach oben gebracht. Das ist mühsam, aber nur so können wir jede Traube ansehen, bevor sie im Keller landet.
Wir sind altmodisch …
… und stolz darauf. Das älteste Fass in unserem Keller stammt von 1959 und reift bis heute Riesling. Unser treuer Traktor von 1971 läuft auch noch, weil wir lieber schrauben als neu kaufen. Der Keller selbst liegt tief unter dem Weingut und bleibt das ganze Jahr über kühl, ganz ohne Klimaanlage. Da alle unsere Weinberge in Zeltingen liegen, sind die Trauben nach der Lese in wenigen Minuten im Kelterhaus.
Und weil ein Familienweingut von allen lebt, die mit anpacken, entscheiden wir die wichtigen Dinge gemeinsam, am Küchentisch, wie früher.

2018 "Im Graben" Zeltinger Sonnenuhr GG

Riesling Auslese "Caldo Infernale" 2018 & 2021
„Das Weingut besitzt eine lange Tradition, hat sich unter der Leitung von Sarah Gessinger aber neu erfunden“
Eichelmann Weinführer ★★★
„Sarah Gessinger schafft es, das Wissen ihrer Vorfahren mit Modernität zu verknüpfen. Ihre Kollektion macht Sie zu den diesjährigen Aufsteigern an der Mosel. Die Winzerin zeigt, wie man moderne Mosel-Weine macht.“
Gault&Millau Wineguide
Alle Weine sind Gutsabfüllungen aus eigenem Anbau und wurden in den Steillagen rund um Zeltingen/Mosel von Hand gelesen. Die meisten unserer Reben gedeihen auf den kleinen, sehr sonnigen Terrassen der Steilstlage Zeltinger Sonnenuhr, wo wir einen der größten Bestände an uralten Rieslingreben besitzen. Einige unserer wurzelechten Rebstöcke sind nachweislich vor 1900 gepflanzt worden. Sie werden vom leichten, blauen Devon-Schieferboden hervorragend mit Mineralien und Nährstoffen versorgt. Auf kleinen Terrassen, den ältesten und besten Parzellen der Lage, werden nur kleinste Mengen – jedoch von herausragender Qualität – geerntet.
Es braucht Passion und Können, um mineralische Rieslinge mit feinen Fruchtaromen im Einklang mit der Natur zu erzeugen. Seit Generationen arbeiten wir die Besonderheit des Terroirs und den individuellen Charakter der Lagen in unseren Weinen heraus. Das Ergebnis sind authentische, einzigartige Qualitäts- und Prädikatsweine mit enormem Alterungspotenzial. Wir verzichten wir auf technische Kunstgriffe und halten stattdessen am gewachsenen Zusammenspiel von Mensch, Rebe und Weinberg fest. Wir haben unsere Entscheidung zu Gunsten der Qualität und unter Verzicht auf Mengenerträge getroffen: Qualität statt Masse
Seit dem Jahrgang 2018 sind alle unsere Weine vegan.
Die Weinerzeugung basiert auf der Vergärung von Trauben, weshalb Wein grundsätzlich ein pflanzliches und veganes Produkt ist. Wir verzichten zudem auf im Herstellungsprozess zugelassene Hilfsmittel tierischer Herkunft, wie Milchprodukte, Hühnereiweiß oder Gelatine. Stattdessen binden Bentonit (hochwertige Tonerden) und Erbsenproteine Schwebeteilchen. Die Klärung des Jungweines und die spätere Abfüllung erfolgt mittels einer „Crossflow“-Filtrationsanlage. Hierbei strömt der Wein an mineralischen oder PES-Membranen vorbei, die den (Jung-)Wein von Hefen und anderen Schwebeteilchen trennen.
Da wir zur Versektung nur Gutsweine verwenden, sind auch unsere Sekte vegan.
Seniorchef Alfred Gessinger freut sich auf eine kurzweilige Weinprobe mit Ihnen.
Täglich bieten wir nach vorheriger Anmeldung deutschsprachige Weinproben im Weingut an. (5 Weine, ca. 45 Min.)
Genussbeitrag € 15,00 pro Person
-keine Kartenzahlung möglich-
Im Oktober können wir aufgrund der Weinlese keine Weinproben anbieten.
Unser Unternehmen Weingut Albert Gessinger erhält im Rahmen des vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau verwalteten rheinland-pfälzischen Entwicklungsprogramms „Umweltmaßnahmen, Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft, Ernährung“ (EULLE) durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) kofinanziert durch das Land, eine Förderung für seine Leistungen:
in der Agrar- und Klimamaßnahme: Umweltschonende Bewirtschaftung der Steil- und Steilstlagenflächen im Weinbau.